Zwischenfinanzierung ist eine Bezeichnung für einen kurzfristigen Kredit. Üblicherweise genehmigen Banken eine Zwischenfinanzierung nur für einen Zeitraum von längstens 24 Monaten. Meist dient eine Zwischenfinanzierung dazu, liquide Mittel zu erhalten, während man darauf wartet, dass vorhandenes Eigenkapital frei verfügbar wird. Meist ist die Höhe der Zwischenfinanzierung gleich der Höhe des frei werdenden Eigenkapitals.

Eine Zwischenfinanzierung ist sinnvoll bei einem Immobilienkauf, wenn eigenes Vermögen vorhanden, aber noch nicht frei verfügbar ist. Das ist beispielsweise der Fall, wenn die eigene Bestandsimmobilie noch nicht verkauft ist oder man auf die Auszahlung eines Bausparvertrags oder einer Lebensversicherung wartet.

Häufig kann die Höhe des frei werdenden Kapitals nicht im Voraus festgesetzt werden. Bei einem Haus- oder Wohnungsverkauf beispielsweise kann es ein, dass der zu erwartende Kaufpreis nicht erreicht wird. Diese Unsicherheit bedeutet für das Kreditinstitut ein Risiko. Zur Absicherung berechnet der Zwischenfinanzgeber einen Zinsaufschlag, der zwischen 1,0 und 5,0 % betragen kann.