Einige deutsche Städte erheben auf Zweitwohnungen eine Steuer. Eine Zweitwohnung ist eine zweite Wohnung, die neben der ursprünglichen Wohnung bewohnt wird. Die ursprüngliche Wohnung ist beim Einwohnermeldeamt als Hauptwohnsitz, die zweite Wohnung als Nebenwohnungssitz gemeldet. Für diesen Nebenwohnsitz wird die Zweitwohnungsteuer erhoben. Es ist für die Steuer unerheblich, ob die beiden Wohnungen sich in derselben Stadt befinden. Wird die Zweitwohnung vermietet und nicht selbst genutzt, entfällt die Zweitwohnungsteuer. Bei doppelter Haushaltsführung kann die Zweitwohnungsteuer als Werbekosten abgesetzt werden.

Die Basis, um die Steuerhöhe zu bemessen, bildet die jährliche Kaltmiete. Bei Eigentumswohnungen wird die ortsübliche Vergleichsmiete als Bemessungsbasis herangezogen.

Der Satz für die Zweitwohnsitzsteuer beträgt beispielsweise in Berlin 5 %. Üblich sind in anderen Städten 10 oder auch mehr als 20 %.