Bei der Zwangsversteigerung handelt es sich um einen staatlichen Hoheitsakt, bei welchem eine Sache zum Zweck der Genugtuung des Gläubigers verwertet wird.

Zwangsversteigerung ist ein Hoheitsakt

Für Gläubiger ist die Zwangsvollstreckung das letzte Mittel um ausbleibende Forderungen zu begleichen. Für die Gläubigerin oder den Gläubiger besteht durch ein Vollstreckungsverfahren die Möglichkeit, an das unbewegliche Vermögen des Schuldners zu gelangen. Dabei kann es sich um verschiedene Rechte handeln, beispielsweise das Recht im Erbau, eines Grundstückes oder sich darauf befindliche Bauten.
In der Zwangsversteigerung erfolgt der Erwerb durch den Zuschlag im Verfahren der Versteigerung respektive dem Hoheitsakt und nicht durch einen Vertrag.

Gerichte sind für die Zwangsversteigerung verantwortlich

Geregelt wird die Zwangsversteigerung mit allen Abläufen und Fristen im Gesetz über die Zwangsverwaltung. Die Vollziehung erfolgt in der Regel über das jeweilige Amtsgericht.

Eine besondere Bedeutung kommt der Rangfolge der Grundstücksrechte zu, welche im Grundbuch eingetragen sind. Ein nachrangiges Recht kommt erst dann zum Tragen, wenn ein ihm im Rang vorangegangenes Recht zur vollen Zufriedenheit erfolgt.