Wenn keine anderen Vereinbarungen getroffen wurden, gilt in einer Ehe die Zugewinngemeinschaft. Sie bezieht sich auf das Vermögen von Ehepartnern. Während in der Ehe jeder der beiden Partner über das von ihm in dieser Zeit erworbene Vermögen frei verfügen kann, kommt es im Fall der Auflösung dieser Partnerschaft zu einem Zugewinnausgleich. Dies kann durch Tod, Vertrag, Auflösung oder Scheidung notwendig werden.

Davon bleibt das vor der Ehe erworbene Nettovermögen unberührt. Das Nettovermögen sind die Vermögenswerte abzüglich der Schulden. Deshalb wird es vom Nettovermögen der jeweiligen Partner am Ende der Ehe abgezogen. Die so entstandene Differenz nennt man Zugewinn. Der Ehepartner mit dem geringeren Zugewinn hat Anspruch auf einen Ausgleich.

Bei Immobilien gelten beide Ehepartner als Schuldner, auch wenn nur einer nach außen als Schuldner auftritt. Häufig wird der Zugewinnausgleich durch den Verkauf der gemeinsamen Immobilie vereinfacht.

Nach einer Scheidung verjährt der Anspruch auf Zugewinnausgleich innerhalb von drei Jahren.