Der Zinsabschlag oder auch Zinsabzug war eine Form der Kapitalertragsteuer, die bis zum Jahresende 2008 galt. Bei Kapitalanlagen waren 30 % der Zinsen als Steuern abzuführen, bei OTC-Geschäften 35 % der Zinsen. Mit der Überweisung der Steuerbeträge an das Finanzamt war die kontoführende Bank beauftragt, sofern es keinen Freistellungsauftrag gab oder es zu einer Überschreitung des Freistellungsvolumens kam. Seit dem 1. Januar 2009 wurde die Regelung über den Zinsabschlag mit der sogenannten Abgeltungssteuer ersetzt. Die Kapitalertragssteuer folgt damit den Regelungen der §§ 43, 43a ff. des Einkommensteuergesetzes (EstG)

Ausnahmen vom Zinsabschlag waren:

  1. Guthaben auf Girokonten, die mit weniger als 1 % besteuert werden.
  2. Zinsen, die 10,00 Euro pro Jahr nicht überschreiten und nur einmal im Jahr gutgeschrieben werden.
  3. Zinsen auf Einlagen einer Baufirma, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind, zum Beispiel Gewährung einer Sparzulage.