Der Begriff der Zimmerlautstärke spielt vor allem eine Rolle bei Lärmbelästigung. Allerdings gibt es keine genaue gesetzliche Definition. Laut Rechtsprechung soll ein Bewohner seine Wohnung nutzen können, ohne durch laute Geräusche oder Musik der Nachbarn darin beeinträchtigt zu werden. Unterschwellige Geräusche sind jedoch erlaubt. Das Gesetz sieht keinen exakt messbaren Dezibel-Wert in dB vor, weil die Geräuschentwicklung in zu großem Maße von den baulichen Gegebenheiten abhängt. Das Baurecht sieht allerdings Durchschnittswerte vor, die zu beachten sind. Tagsüber sollte die Zimmerlautstärke nicht mehr als 40 dB betragen und nachts höchsten 30 dB.

Mieter können bei Lärmbelästigung gegen die Nachbarn vorgehen und darauf klagen, dass diese die Ruhestörung unterlassen sollen. Handelt es sich bei der Lärmbelästigung um ein Mittel gemäß § 536 BGB (zum Beispiel Kneipenlärm), dann können Mieter gegenüber dem Vermieter eine Mietminderung geltend machen.