Der Wirtschaftsplan für eine Eigentumswohnanlage ist gemäß § 28 WEG vom Verwalter aufzustellen und in der Wohnungseigentümerversammlung zu beschließen. Er wird für Dauer eines ein Kalenderjahr beschlossen und enthält oft den Zusatz, dass er so lange gilt, bis ein neuer Wirtschaftsplan beschlossen wird.

Der Wirtschaftsplan ist eine Aufstellung aller Einnahmen und Ausgaben und begründet gemäß § 28 Abs. 2 WEG die rechtliche Verpflichtung zur Zahlung der monatlichen Vorauszahlungen (Hausgeld, Wohngeld) zur Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums.

Inhalte eines Wirtschaftsplanes

Im Wirtschaftsplan ist neben den Einnahmen und Ausgaben die Zuführung zur Instandhaltungsrücklage auszuweisen.
Als Einnahmen gelten die Zahlung des Hausgeldes, Zinserträge oder Erträge aus vermieteten Gemeinschaftseigentum sowie Entnahmen aus der Instandhaltungsrücklage.

Er enthält die Verwalterkosten und Aufwendungen zur Instandhaltung des Wohneigentums. Hierzu gehören Kosten wie

  • Müllbeseitigung
  • Wasser-/Abwasserkosten
  • Hausreinigung
  • Versicherungen
  • Müllabfuhr
  • Schnee-/Eisbeseitigung

Neben dem Gesamtwirtschaftsplan wird für jede Eigentumswohnung und jedes Teileigentum ein Einzelwirtschaftsplan erstellt. Alle Positionen werden gemäß dem Verteilungsschlüssel nach § 16 Abs. 2 WEG umgelegt.