Das Vergleichswertverfahren zählt neben dem Sachwertverfahren und dem Ertragswertverfahren zu den drei in der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertVO) geregelten Standardverfahren für die Wertermittlung von Immobilien in Deutschland. Bei einer Wertermittlung nach dem Vergleichswertverfahren ermittelt der Gutachter den Verkehrswert der Immobilie anhand von Kaufpreisen, die in der jüngsten Vergangenheit für vergleichbare Objekte gezahlt worden sind. Es handelt sich also um einen Vergleich mit tatsächlich erzielten Marktpreisen.

Welche Informationen braucht das Vergleichswertverfahren?

Die dafür benötigten Informationen sind aus den Kaufpreissammlungen der örtlichen Gutachterausschüsse zu entnehmen. Zur Beurteilung der Frage, mit welchen bereits verkauften Objekten das zu bewertende Objekt hinreichend vergleichbar ist, werden verschiedene Kriterien wie die Lage, die Bodenbeschaffenheit, die Nutzung, der Zuschnitt sowie die sonstige Beschaffenheit herangezogen.

Vergleichswertverfahren für die Bewertung von Immobilien

Das Vergleichswertverfahren ist vor allem für die Bewertung von Immobilien geeignet, die es an dem betreffenden lokalen Immobilienmarkt so oder so ähnlich in größerer Zahl gibt, sodass entsprechende Vergleichswerte vorliegen. In der Praxis werden insbesondere unbebaute Grundstücke, Eigentumswohnungen sowie Standard-Einfamilienhäuser nach dem Vergleichswertverfahren bewertet.