Umbaumaßnahmen können sowohl seitens des Vermieters als auch des Mieters durchgeführt werden. Während Mieter für den Einbau einer Küche, eines Beleuchtungssystems, einer Toilette oder Badewanne keine Genehmigung brauchen, ist für größere Umbauten wie das Legen von Elektroleitungen oder Parkettboden das Einverständnis des Vermieters einzuholen. Ohne eine Einwilligung dürfen die Maßnahmen nicht durchgeführt werden. Fehlt diese, kann der Vermieter eine sofortige Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands verlangen. Da der Vermieter zum Ende der Mietzeit zudem ein Recht auf Rückbau aller Umbauten hat, ist eine vertragliche Regelung über die Einzelheiten wie beispielsweise einen Verzicht auf Rückbau seitens des Vermieters sinnvoll.

Möchte ein Vermieter Umbauten bezüglich der Barrierefreiheit für eine behindertengerechte Wohnung durchführen, darf der Umbau vom Mieter nicht verweigert werden. Die Umbauten müssen jedoch mindestens drei Monate vor Baubeginn schriftlich angekündigt werden.. Dabei ist eine schriftliche Aufstellung über die Maßnahmen, die daraus resultierende Mieterhöhung und sämtliche neue Betriebskosten einzureichen. Der Eigentümer der Immobilie kann einen bestimmten Prozentsatz der Modernisierungsmaßnahmen auf die Jahresmiete umlegen.