Ein Mietverhältnis endet nicht automatisch durch den Tod des Mieters. Es wird von den Erben, als Bestandteil des Erbes, weiter geführt oder unter Einhaltung der gesetzlichen Frist von drei Monaten gemäß § 563 a Abs. 2 BGB gekündigt. Bei einer Kündigung hat der Erbe bis zur ordnungsgemäßen Beendigung des Mietverhältnisses die Mieten weiter zu zahlen und das Mietobjekt im vertragsgemäßen Zustand an den Vermieter herauszugeben.

Tod des Mieters beendet nicht automatisch den Mietvertrag

Es ist zu unterscheiden, ob der Mieter allein in der Wohnung oder mit Familienangehörigen lebte. Hatte nur der Verstorbene den Mietvertrag unterzeichnet, so sind die Erben „einrittsberechtigt“. Sollten zwei Vertragspartner den Vertrag unterschrieben haben, so wird er mit dem verblieben Mieter gemäß § 563 a Abs. 1 BGB weiter geführt.
Nicht erbberechtigte Mitbewohner der Wohnung haben gemäß § 563 Abs. 2 BGB das Recht in das Mietverhältnis einzutreten, sofern die Erben dies nicht weiterführen wollen.

Der Tod des Mieter berechtigt nicht zur Kündigung

Eine Kündigung durch den Vermieter ist nur möglich, sofern die üblichen Kündigungsgründe vorliegen.