Unter dem Begriff Muskelhypothek werden sämtliche Kosten zusammengefasst, die Eigentümer einer Immobilie einsparen, wenn sie handwerkliche Bauleistungen aus eigener „Muskelkraft“ erbringen, anstatt die Leistung Dritter zu beanspruchen. Dabei kann es sich neben körperlicher Arbeit auch um Sachleistungen wie Holz handeln. Damit die Eigenleistungen durch die finanzierende Bank anerkannt werden, müssen sie dokumentiert und nachgewiesen werden. Wie sehr sich eine Muskelhypothek lohnt, hängt von den handwerklichen Qualifikationen und Fähigkeiten des Bauherrn und potenziellen Helfern ab. Je nach zusammenkommender Summe werden neben einer Senkung der Darlehenssumme gegebenenfalls auch günstigere Zinskonditionen für den Baukredit der Bank erreicht, da Banken die Muskelhypothek verstärkt wie Eigenkapital bewerten. Somit entstehen höhere Chancen, das Darlehen unter der Beleihungsgrenze von 60 % des Beleihungswerts zu erhalten. In der Praxis lassen sich laut Bauherrenschutzbund dadurch 10.000 bis 25.000 Euro bei der Immobilienfinanzierung sparen.