Ein Anrecht auf Mietminderung gemäß § 536 BGB besteht für den Mieter nur bei gravierenden Mängeln in den Räumlichkeiten, die diese nachweislich nicht wie vereinbart nutzbar machen – zum Beispiel enormer Schimmelbefall oder eine kaputte Heizung. Das Recht auf Mietminderung besteht erst, nachdem der Vermieter offiziell über die Mängel in Kenntnis gesetzt wurde. Zudem dürfen die Schäden nicht durch den Mieter verursacht worden sein oder dieser bereits bei der Anmietung der Räumlichkeiten von ihnen gewusst haben. Eine Mietminderung ist so lange rechtens, bis die Mängel durch den Vermieter behoben wurden. Die nicht gezahlte Differenz muss im Nachhinein nicht nachgezahlt werden, außer sie wurde vom Mieter nachweislich zu hoch angesetzt. In dem Fall kann der Vermieter den zu hohen Anteil als Mietrückstand werten.