Grundsätzlich haben Mieter das Recht auf eine Mietminderung, wenn gravierende Mängel in der Immobilie vorliegen, die dazu führen, dass diese nicht vereinbarungsgemäß genutzt werden kann.

Ab wann kann Mietminderung geltend gemacht werden?

Dies ist zum Beispiel bei einer defekten Heizung, massivem Schimmelbefall oder starker Lärmbelästigung der Fall. Das Recht auf Mietminderung besteht so lange, bis der Mangel behoben wurde. Es ist daher seitens des Vermieters zu prüfen, ob die Mietminderung berechtigt ist oder nicht.

Was ist bei einer Mietminderung zu beachten?

Folgende Umstände sind bei einer Mietminderung zu berücksichtigen: Die Mietminderung ist erst möglich, wenn der Vermieter offiziell von dem Mangel informiert wurde. Wenn der Mieter den Schaden selbst verursacht hat, beispielsweise bei Schimmelbefall durch falsches Lüften, ist die Mietminderung nicht zulässig. Der Vermieter ist hier jedoch in der Pflicht nachzuweisen, ob der Schaden nicht durch Baumängel aufgetreten ist. Wenn der Mangel dem Mieter bereits bei Abschluss des Mietvertrages bekannt war, dann besteht ebenfalls kein Recht auf Mietminderung. Ist eine Mietminderung rechtmäßig, dann muss der Mieter diese im Nachhinein nicht zurückzahlen. Wenn die Mietminderung jedoch vom Mieter zu hoch angesetzt wurde, dann kann der Vermieter dies als Mietrückstand werten.