Im Rahmen des Auswahlprozesses verlangen Vermieter von potenziellen Mietern oftmals eine Mieterselbstauskunft. Durch diese kann sich der Vermieter einen Eindruck verschaffen, ob der Mietinteressent seinen Vorstellungen entspricht und in der Lage ist, den finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Eine Mieterselbstauskunft enthält Informationen über die persönlichen Daten des Mietinteressenten und aller übrigen Familienmitglieder, die mit in die Räumlichkeiten einziehen, sowie Angaben zur beruflichen, finanziellen und wirtschaftlichen Situation des Bewerbers. Weiterhin sind Informationen zu mieterspezifischen Fragen nach beispielsweise Mietrückständen oder Zwangsvollstreckungen anzugeben. Nicht zulässig sind unter anderem Auskünfte über Heiratsabsichten, Krankheiten oder sexuelle Vorlieben.

Mietinteressenten sind rechtlich nicht verpflichtet, eine Mieterselbstauskunft auszufüllen. Allerdings kann davon ausgegangen werden, dass der Interessent bei Verweigerung keinen Zuschlag für die Wohnung erhält.