Als Marktwert wird der aktuelle Wert einer Immobilie verstanden. Nach Paragraph 194 Baugesetzbuch entspricht der Marktwert eines Hauses dem Preis, „der im Geschäftsverkehr zu erzielen wäre, ohne dass auf ungewöhnliche Umstände oder persönliche Verhältnisse Rücksicht genommen wird.“ Der Marktwert ist von Faktoren wie der Lage, dem Zustand, dem Baujahr, der Ausstattung einer Immobilie sowie Angebot und Nachfrage abhängig. Um den Marktwert einer Immobilie zu ermitteln, stehen Eigentümern und Immobilienmaklern verschiedene Wertermittlungsverfahren zur Verfügung. Während Eigentumswohnungen mit ähnlichen Immobilien in gleicher Lage entsprechend dem Vergleichswertverfahren bewertet werden, wird bei der Ermittlung des Marktwerts eines vermieteten Mehrfamilienhauses verstärkt das Ertragswertverfahren angewendet. Weiterhin kann der Grundstückswert über die Grundstücksgröße und dem Bodenrichtwert errechnet werden. Das Sachwertverfahren, bei dem der aktuelle Zeitwert eines Hauses einschließlich Grundstück ermittelt wird, wird oft bei Ein- und Zweifamilienhäusern angewandt.