Der Maklervertrag ist eine im Bürgerlichen Gesetzbuch geregelte Vereinbarung des Privatrechts zwischen Makler und Auftraggeber. Er kommt durch zwei übereinstimmende Willenserklärungen zustande: Angebot und Annahme. Während sich der Auftragnehmer dazu verpflichtet, seine Arbeit zu erfüllen, stimmt der Auftraggeber zu, bei erfolgreichem Abschluss eine Provision zu zahlen. Zudem werden alle weiteren Rahmenbedingungen zwischen Auftraggeber und Makler geregelt. Entsprechend den Rahmenbedingungen lässt sich zwischen drei Arten des Maklervertrags unterscheiden: dem einfachen Maklervertrag, dem Makleralleinauftrag und dem qualifizierten Alleinauftrag.

  • Der einfache Maklervertrag beinhaltet nur wenige Verpflichtungen für Auftraggeber- und -nehmer. Es steht dem Auftraggeber frei, weitere Makler zu beauftragen oder selbst nach einem Käufer zu suchen. Der Makler ist wiederum nicht dazu verpflichtet, die Immobilie aktiv zu bewerben. Diese unterschiedlichen Gründe führen dazu, dass diese Vertragsart selten Anwendung findet.
  • Beim Makleralleinauftrag darf der Kunde nur einen Makler beauftragen. Es steht ihm jedoch frei, selbst nach einem Käufer zu suchen.
  • Dies ist beim qualifizierten Alleinauftrag nicht möglich. In diesem Fall darf nur der beauftragte Makler einen Käufer suchen. Auch potenzielle Kaufinteressenten müssen vom Inhaber der Immobilie an den Makler verwiesen werden. Der Vertrag beinhaltet weiterhin unterschiedliche Maßnahmen, die der Makler zum erfolgreichen Verkauf der Immobilie zu erbringen hat.