Die Kappungsgrenze und die ortsübliche Vergleichsmiete muss bei einer Mieterhöhung Beachtung finden.

Was bedeutet die Kappungsgrenze?

Bei der Kappungsgrenze dürfen Vermieter die Miete in einem Zeitraum von drei Jahren maximal um 20 % gegenüber der vor der Erhöhung der Miete bestandenen Nettokaltmiete erhöhen, selbst dann, wenn die ortsübliche Vergleichsmiete nicht erreicht wird.

Die Kappungsgrenze ist in Regionen unterschiedlich

In Regionen mit einer gefährdeten Wohnraumversorgung sind für die Erhöhung der Miete maximal 15 % erlaubt. Der jeweilige Prozentsatz ist länderspezifisch festgelegt.
Beide Begrenzungen finden bei einer Indexmiete (§ 557b BGB) oder vereinbarten Staffelmiete (§ 557a BGB) keine Anwendung.

Kappungsgrenze nach Modernisierung

Die Erhöhung der Miete nach einer Modernisierung unterliegen gesonderten Bestimmungen zur Kappungsgrenze: Nach einer Modernisierung dürfen die Mieten über einen Zeitraum von sechs Jahren die Höhe von 3 Euro pro Quadratmeter nicht übersteigen, 2 Euro pro Quadratmeter sind es bei der Miete von bis zu 7 Euro. Der Aufschlag für die Modernisierungskosten auf die Miete beträgt seit 2019, unter Berücksichtigung der Kappungsgrenze, 8 % gegenüber den vorangegangenen 11 %.