Gemäß § 28 Abs. 3 WEG ist der Verwalter einer Wohneigentumsanlage nach Ablauf eines Kalenderjahres verpflichtet, eine vollständige, buchhalterisch korrekte Jahresabrechnung aller Einnahmen und Ausgaben zu erstellen. Besteht keine vorgeschriebene Frist zur Erstellung der Jahresabrechnung im Verwaltervertrag, muss sie innerhalb eines halben Jahres nach der Abrechnungsperiode erfolgen.

Durch die Jahresabrechnung werden die Wohnungseigentümer über die Vermögenslage der Immobilie informiert und können überprüfen, ob die getätigten Ausgaben gemäß dem Wirtschaftsplan erfolgt sind. Die Jahresabrechnung wird für die gesamte Wohnanlage erstellt. Jeder Eigentümer erhält zudem eine individuelle Einzelabrechnung, die Angaben zum Guthabenstand oder zu Nachzahlungen für das vergangene Jahr beinhaltet.

Nach Prüfung der Jahresabrechnung erfolgt die Entlastung des Verwalters und des Verwaltungsbeirats in der Eigentümerversammlung. Die Abrechnung kann anschließend nicht mehr angefochten werden.