Eine Gemeinschaftsanforderung ist dann notwendig, wenn abweichende Vereinbarungen gegenüber dem Wohneigentumsgesetz von Wohnungseigentümerinnen und Wohnungseigentümern in Bezug auf die Verhältnisse bestehen. Dafür müssen alle Parteien, die im Grundbuch eingetragen sind, zustimmen.

Die Gemeinschaftsordnung regelt Eigentumsverhältnisse

Die Gemeinschaftsordnung als Inhalt von Sondereigentum muss im Grundbuch eingetragen sein, damit diese bei einem allfälligen Eigentümerwechsel Geltung erfährt. Ein fehlender Eintrag bedeutet den Verlust bei einem Eigentümerwechsel.

Die in der Regel zu Beginn festgelegte Gemeinschaftsordnung gilt nur bei einer abdingbaren Regelung. Unabdingbare respektive Gesetze, von denen nicht abgewichen werden darf, sind nicht zulässig, da es sich um eine abweichende Vereinbarung der Parteien handelt.
Eine Verwalterbestellung für mehr als fünf Jahre oder beispielsweise Fenster, welche dem Sondereigentum zugeordnet sind, gelten als unzulässig.

Änderungen in der Gemeinschaftsordnung erfordert die Zustimmung von allen beteiligten Parteien

Eine Änderung der Gemeinschaftsordnung erfordert die Zustimmung aller Parteien für eine neue Vereinbarung. Enthält die Gemeinschaftsklausel bereits eine Öffnungsklausel in welcher ein Beschluss durch die Mehrheit explizit geregelt wurde, ist die Änderung durch einen Mehrheitsbeschluss möglich.
Für einen gerichtlichen Anspruch auf die gesamten oder einzelnen Änderungen einer Gemeinschaftsordnung sind bestimmte Voraussetzungen notwendig.