Ein französischer Balkon verfügt im Gegensatz zur klassischen Variante über keine Außenfläche. Stattdessen besteht er aus einem bodentiefen Fenster, das zur Absicherung mit einem Gitter versehen sein muss, das sich 20 bis 30 Zentimeter von der Hauswand entfernt befindet. Bei geöffnetem Fenster entsteht der Eindruck eines klassischen Balkons, wobei in modernen Varianten der Zwischenraum mit Pflanzenkübeln besetzt werden kann.

Seinen Ursprung hat der französische Balkon in den Adelshäusern vergangener Jahrhunderte, da dort bodentiefe Fenster eingebaut wurden, dank derer sich die Bewohner dem Volk zeigen konnten. Heutzutage wird er vor allem als Variante des bodentiefen Fensters gewählt, um möglichst viel Licht in die Wohnung zu lassen. Je nach Baustil kann das Geländer geradlinige oder verspielte Formen aufweisen.