Im Flächennutzungsplan (FNP) sind sowohl die vorhandene als auch die geplante Flächennutzung einer Kommune vermerkt. Neben bebauten Flächen werden Wald- und Grünflächen sowie Flächen für die Infrastruktur berücksichtigt. Es handelt sich um eine der beiden wichtigen Stufen in der Bauleitplanung und somit um ein wichtiges Element des Städtebaus. Die zweite Stufe besteht in einem Bebauungsplan, der konkrete und rechtsverbindliche Angaben aufweist und auf Basis des Flächennutzungsplans entwickelt wird. Dies wird stets durch einen Umweltbericht ergänzt. Die Gestaltung des Flächennutzungsplans unterliegt sowohl dem Baugesetzbuch als auch der Baunutzungsverordnung.

In der Praxis kommt es nur selten vor, dass eine Gemeinde völlig neue Flächennutzungspläne entwickelt. Stattdessen werden bestehende Pläne immer wieder an die neuen Flächenbedarfe angepasst. Für Bauträger, aber auch für Makler und andere Immobilienexperten sind Flächennutzungspläne eine wichtige Grundlage, um zukünftige Bauvorhaben oder das Potenzial eines Grundstücks richtig einschätzen zu können.

Moderne KI-Technologie könnten dabei helfen, Flächennutzungspläne nochmals deutlich exakter zu entwerfen, da vollautomatische Analysen inzwischen die genauen sozioökonomischen Details einer Gemeinde empirisch gesichert aufzeigen – und damit auch Flächenbedarfe beziehungsweise das Fehlen wichtiger Infrastruktur identifizieren.