Ein Erbschein ist ein amtliches Zeugnis, das die Erben ausweist. Wenn kein Testament (nebst Eröffnungsprotokoll) oder Erbvertrag vorliegt, können Erben nur mit einem Erbschein nachweisen, dass sie berechtigt sind, den Nachlass zur regeln.

Der Erbschein ist gemäß §§ 343 und 344 FamFG bei dem Nachlassgericht zu beantragen, wo der Verstorbene den letzten Wohnsitz hatte. Beantragen dürfen den Erbschein Erben, Vor- oder Nacherben, bestellte Testaments- oder Nachlassvollstrecker, gesetzliche Vertreter von z. B. Minderjährigen oder geschäftsunfähigen Personen, Nachlassgläubiger, Nachlassinsolvenzverwalter und weitere amtliche Personen.

Im Einzel- oder gemeinschaftlichen Erbschein werden die Erben mit den jeweiligen Erbanteilen aufgeführt.