Der Einheitswert ist die Bemessungsgrundlage, mit der das Finanzamt die Höhe der Grundsteuer auf bebaute und unbebaute Grundstücke ermittelt. Das Finanzamt stellt diesen Wert auf einen Stichtag fest. Um den Wert zu ermitteln, kommen zwei Verfahren zur Anwendung. Beim Ertragswertverfahren wird die Jahresrohmiete der Berechnung zugrunde gelegt. Dieses Verfahren wird bei Grundstücken angewendet, auf denen Miets- und Geschäftshäuser sowie Ein- und Zweifamilienhäuser stehen. Beim Sachwertverfahren wird der Substanzwert zugrunde gelegt. Dieses Verfahren wird bei unbebauten Grundstücken angewendet. Auch Grundstücke mit Gebäuden, für die sich keine Miete berechnen lässt, werden so behandelt.

Die Einheitswerte, die aktuell verwendet werden, wurden in den neuen Bundesländern am 1. Januar 1935 und in den alten Bundesländern am 1. Januar 1964 festgestellt. Sie liegen daher deutlich unter den realen Kaufwerten.