Dienstbarkeit bezeichnet ein bestimmtes Nutzungsrecht an einer Sache, die sich nicht im eigenen Eigentum befindet. Dazu zählen unter anderem auch Immobilien beziehungsweise unbebaute Grundstücke. Immobilienbezogene Dienstbarkeiten werden im Grundbuch eingetragen und müssen zuvor notariell beglaubigt worden sein. Es handelt sich um einen Spezialfall im dinglichen Recht.

Gemäß BGB existieren mehrere Formen der Dienstbarkeit: Grunddienstbarkeit, beschränkte persönliche Dienstbarkeit sowie Nießbrauch. Die Grunddienstbarkeit wird dabei zugunsten des Eigentümers eines anderen Grundstücks ausgesprochen. Beispiele dafür bestehen in der Nutzung von Zufahrtswegen oder auch in der Grunddienstbarkeit durch einen Energie- oder Telekommunikationsversorger, Gas- oder Elektroleitungen unterhalb des jeweiligen Grundstücks zu verlegen. Beim Nießbrauch hingegen erhält ein sogenannter Nutznießer das Recht, fremdes Eigentum zu benutzen. Beispielsweise können Immobilien gegen einen Nießbrauch des Verkäufers gehandelt werden, sodass dieser auch nach dem Verkauf unbeschränkt dort wohnen und eventuelle Erträge aus der Immobilie (z. B. durch Untervermietung) einbehalten kann.