Bevor eine finanzierende Bank ein Immobiliendarlehen für eine Privatperson bewilligt, finden umfangreiche Prüfungen statt.

Zunächst prüft die Bank die Bonität des Antragsstellers. Dabei spielen monatliche Einnahmen und Ausgaben genauso eine Rolle wie der Status als Arbeitnehmer, Freiberuflicher oder Selbstständiger. Wichtig dabei ist auch eine positive Schufa-Auskunft, die bestätigt, dass keine unbeglichenen Forderungen ausstehen.

Anschließend muss der Antragssteller die wichtigen immobilienbezogenen Unterlagen zur Verfügung stellen, unter anderem den Grundriss, die Teilungserklärung, den Kaufvertrag oder auch den bestehenden Mietvertrag bei Wohnungen, die zur Kapitalanlage gekauft werden.

Nach Prüfung all dieser Unterlagen gibt die Bank eine verbindliche Zusage zur Darlehensbewilligung. Meist erfolgt aber auch diese unter Vorbehalt, beispielsweise gegen zusätzliche Sicherheiten wie einer Grundschuld, die ins Grundbuch eingetragen wird.

Während einige wichtige Schritte wie beispielsweise die Darlehensbewilligung selbst nach wie vor postalisch geschehen, stellen viele Finanzierer oder Finanzierungsportale inzwischen Datenräume zur Verfügung, sodass die hochgeladenen Dokumente digital geprüft und abgelegt werden können. Dies erspart beiden Seiten in aller Regel Zeit und Geld.