Die Bruttoanfangsrendite kennzeichnet die Relation zwischen dem Jahresmietertrag für eine vermietete Fläche und dem Nettokaufpreis sowie dem Marktwert der Immobilie. Sie gehört zu den Kennzahlen, mit denen die Rendite eines Immobilieninvestments ermittelt werden kann. Es gibt drei Renditekategorien, die wahlweise die Bewirtschaftungs- und Anschaffungsnebenkosten berücksichtigen (Bruttokennzahlen) oder nicht berücksichtigen (Nettokennzahlen). Außerdem gibt es noch die Kapitalisierungskennzahlen (sogenannte Cap Rates).

Die Bruttoanfangsrendite kennzeichnet die tatsächliche Verzinsung des Marktwerts zum Bewertungsstichtag. Hierfür werden laut gif-Definition der Nettokaufpreis und die Vertragsmiete zueinander ins Verhältnis gesetzt, wobei der Nettokaufpreis dem Marktwert entspricht. Es folgt daraus die Formel: Bruttoanfangsrendite in % = 100 x vertraglicher Jahresmietertrag / Marktwert. Der vertragliche Jahresmietertrag ist die vertraglich vereinbarte Miete für die vermieteten Flächen. Für die nicht vermieteten Flächen rechnet man keine fiktiven Mieterträge hinzu. Somit bezieht sich die Bruttoanfangsrendite auf die reale Ertragssituation am Bewertungsstichtag. Dem steht die Bruttorendite gegenüber, welche sich auf die Vollvermietung zu Marktkonditionen bezieht und den Gesamtzeitraum der Vermietung umfasst.