Bewirtschaftungskosten sind alle Kosten, die der Eigentümer einer Immobilie für deren Unterhalt aufbringen muss. Dazu gehören Betriebskosten sowie Aufwendungen für die Verwaltung, die Instandhaltung und das Mietausfallwagnis. Erfasst werden die Bewirtschaftungskosten in den § 19 ImmoWertV (Immobilienwertermittlungsverordnung) und 24 II. BV (Berechnungsverordnung). Letztere zählt auch die Abschreibungen dazu.

Im Falle einer Vermietung lassen sich Bewirtschaftungskosten teilweise auf die Mieter umlegen. Bei Gewerbeimmobilien betrifft das sämtliche Bewirtschaftungskosten außer die Instandhaltungskosten. Bei Wohnimmobilien lassen sich hingegen nur die Betriebskosten umlegen. Begrenzt dürfen Schönheitsreparaturen als Teil der Instandhaltungskosten in diesem Rahmen umgelegt werden. Betreffende Regelungen finden sich im § 556a BGB und der Betriebskostenverordnung.