Die Beurkundung ist nach geltendem Recht ein schriftliches Formerfordernis, das die Legitimität und Rechtsgültigkeit von Verträgen und Urkunden bestätigt. Zu diesen Verträgen gehören unter anderem Kaufverträge von Immobilien, Eheverträge und Scheidungsurkunden. Das Vertragswerk muss von einem Notar in einer Niederschrift festgehalten werden. Diese muss allen Vertragsparteien vorgelesen, von den Beteiligten genehmigt und in Anwesenheit des Notars eigenhändig unterzeichnet werden. Erst dann ist die Gültigkeit des Rechtsgeschäfts vor dem Gesetz gegeben. Der Notar lässt sich diese Dienstleistung entsprechend vergüten. In Deutschland fallen je nach Bundesland etwa 1,5 % des Immobilienkaufpreises als Notarkosten an, die die Verkaufsparteien sich teilen oder die von nur einer Partei getragen werden, abhängig davon, wie sich diese einigen. In Deutschland erfolgt die Übertragung der Eigentumsrechte beim Verkauf einer Immobilie vom bisherigen Eigentümer auf den Käufer im Grundbuch erst nach einer rechtskonformen Beurkundung des Kaufvertrags vor einem Notar.