Bei jeder Immobiliennutzung entstehen Betriebskosten. Diese Kosten sind in der Betriebskostenverordnung geregelt. Einen Teil dieser Kosten kann der Vermieter auf den Mieter umlegen. Der Mieter zahlt monatlich eine Vorauszahlung für die Betriebskosten. Am Jahresende wird die so gezahlte Gesamtsumme mit den tatsächlichen Kosten abgeglichen, woraus sich Rückzahlungen bzw. Nachzahlungen für den Mieter ergeben können. Alle Betriebskosten werden in einer jährlichen Betriebskostenabrechnung festgehalten. Grundsätzlich hat der Vermieter nach Ende des Abrechnungszeitraums zwölf Monate Zeit, die Betriebskostenabrechnung zu erstellen. Folgenden Kosten dürfen beispielsweise auf den Mieter umgelegt werden:

  • Wasserversorgung,
  • Abwassergebühren,
  • Gebühren für die Müllabfuhr,
  • Straßenreinigung,
  • Heizung und Warmwasser,
  • Grundsteuer.

Dagegen muss der Vermieter folgende Ausgaben allein tragen (Beispiele):

  • Hausverwaltung,
  • Rechtschutzversicherung oder Mietverlustversicherung des Vermieters,
  • Reparaturkosten,
  • Beseitigung von Wespennestern oder von Ungeziefer,
  • Wohnungsleerstand in einem Mehrfamilienhaus,
  • Kontoführungsgebühren oder Bankgebühren.