Für die Bebauung eines Grundstücks muss eine Baugenehmigung vorliegen. Unabhängig davon ist es aber schon vor der Erteilung der Baugenehmigung möglich, die Bebaubarkeit zu prüfen. Diese hängt von der baurechtlichen Situation ab. Es gibt hierfür sechs denkbare Szenarien:

  1. Das Grundstück befindet sich im Geltungsbereich eines sogenannten qualifizierten Bebauungsplans. Dessen Festsetzungen bestimmen, was gebaut werden darf. Maßgebend sind unter anderem die Art und das Ausmaß der baulichen Nutzung, die Verkehrsflächen und die überbaubare Grundstücksfläche.
  1. Es liegt für den Geltungsbereich des Grundstücks ein einfacher Bebauungsplan vor.
  2. Es gibt einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan.
  3. Der Bebauungsplan wird gerade erstellt. Dadurch kann bestehendes Baurecht verändert werden.
  4. Die Bebaubarkeit ist auch im „unbeplanten Innenbereich“ möglich.
  5. Das Grundstück liegt in einem Außenbereich, für den strenge Anforderungen an die Bebaubarkeit herrschen. Diese definiert der § 35 BauGB in seinen Absätzen 1 bis 3 als privilegierte oder sonstige Vorhaben bzw. als Sondertatbestände. In Außenbereichen sind die Möglichkeiten der Bebaubarkeit prinzipiell eher begrenzt.