Völlig geräuschlos wird es nie zugehen, wenn Menschen zusammenleben. Zwischen normalen Geräuschen und schädigendem Lärm zu unterscheiden, ist aber gar nicht so leicht, da das subjektive Empfinden eine bedeutende Rolle spielt. § 117 des Ordnungswidrigkeitengesetzes untersagt Mietern und Vermieter jede Lärmbelästigung und ruhestörenden Lärm. Mutwillig verursachter Lärm stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, wenn die Allgemeinheit oder die Nachbarschaft belästigt wird und gesundheitliche Schäden entstehen können. Gerichte behandeln alle Geräusche als Lärmbelästigung, die tagsüber 40 dB und nachts 30 dB überschreiten, also der normalen Zimmerlautstärke nicht entsprechen. Es gibt aber Geräusche, die von Mietern hinzunehmen sind, z. B.:

- Schreiende Babys und Lärm von spielenden Kindern

- Hundegebell bis zu 30 Minuten täglich

- Musizieren bis zu 120 Minuten täglich

- Handwerkerarbeiten zur Schadensbeseitigung oder Instandhaltung

Neben den gesetzlichen Vorschriften werden die allgemein geltenden Regelungen zur Lärmvermeidung in Hausordnungen festgehalten und sind bindend.