Stellt der Vermieter einen Verstoß gegen die mietvertraglichen Vereinbarungen fest, droht dem Mieter eine Abmahnung. Mit dieser wird der Mieter aufgefordert, das vertragswidrige Verhalten einzustellen. Meist wird hierzu eine Frist gesetzt. Gründe für Abmahnungen können Verstöße gegen die Hausordnung (z. B. Ruhestörung) sein, unpünktliche oder ausbleibende Mietzahlungen, die widerrechtliche Überlassungen der Mietsache an Dritte (Untervermietung) oder die nicht genehmigte Ausübung eines Gewerbes in der Wohnung.

Eine Abmahnung hat in erster Instanz keine rechtlichen Folgen. Sollten weitere Abmahnungen erforderlich werden, kann der Vermieter eine „außerordentliche fristlose Kündigung aus wichtigem Grund“ (§ 543 BGB) aussprechen, die oftmals ein gerichtliches Verfahren nach sich zieht.